| Mittwoch, 11. Mai 2011 | ![]() |
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Verleihung des Wissenschaftspreises 2010 des Deutschen Bundestages
Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert hat am 11. Mai 2011 den Wissenschaftspreis 2010 des Deutschen Bundestages an den Neuzeithistoriker Prof. Dr. Dieter Düding verliehen. Lammert hob in seiner Begrüßungsansprache die wachsende Aufmerksamkeit in Wissenschaft und Öffentlichkeit für den alle zwei Jahre verliehenen Preis hervor und brachte zum Ausdruck, dass mit dem Werk Düdings »Parlamentarismus in Nordrhein-Westfalen 1946–1980. Vom Fünfparteien- zum Zweiparteienlandtag« die Reihe preisgekrönter Arbeiten würdig fortgesetzt werde. Die Studie trage, so Lammert, zu einem vertieften Verständnis parlamentarischer Praxis bei. Exemplarisch werde an der Entwicklung des größten Bundeslandes verdeutlicht, welche Herausforderungen ein parlamentarisches System auf Dauer zu bewältigen habe, wo Friktionen und Zäsuren erkennbar seien und welche Rolle den handelnden Personen zukomme.
Prof. Dr. Marie-Luise Recker, Historikerin an der Goethe-Universität Frankfurt und Mitglied der Jury zur Vergabe des Wissenschaftspreises, würdigte in ihrer Laudatio das Buch als erste umfassende Untersuchung des Parlamentarismus in einem Land der Bundesrepublik Deutschland. Es erlaube Einblicke in den Wandel der politischen Kultur und behandele zentrale landes- wie bundespolitische Streitfragen, bei denen der Düsseldorfer Landtag als starker Akteur oft im Mittelpunkt gestanden habe. (Wortlaut der Laudatio als PDF-Datei)
Prof. Düding (Jahrgang 1940) lehrte bis 2005 Neuere Geschichte an der Universität zu Köln. Von 1988 bis 1990 war er als Gastprofessor an der Freien Universität Berlin tätig. Er veröffentlichte zahlreiche Werke zur Politik-, Sozial- und Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, insbesondere zur Geschichte des Nationalismus sowie zur Parteien- und Parlamentsgeschichte. – Düding dankte den Vertretern des Bundestages und der Jury für die hohe Auszeichnung. Mit Blick auf die Entstehung der Untersuchung bezog Düding auch die KGParl in seinen Dank ein. Die Mitglieder und Mitarbeiter der Parlamentarismus-Kommission hätten seine Arbeit in wesentlichen Dingen befördert. Nicht zuletzt konnte durch die Aufnahme des Werkes in die KGParl-Reihe »Handbuch der Geschichte des deutschen Parlamentarismus« auch der letzte Schritt der Veröffentlichung bewältigt werden.

