KOMMISSION FÜR GESCHICHTE DES PARLAMENTARISMUS UND DER POLITISCHEN PARTEIEN E.V.
SCHIFFBAUERDAMM 40 · 10117 BERLIN · TEL. 030 / 206 33 94-0 · INFO@KGPARL.DE

Aufgaben und Organisation

Die Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien (KGParl) widmet sich ihrer Satzung nach einem spezifischen Ziel: der wissenschaftlichen Forschung über die historische Entwicklung des Parlamentarismus und der politischen Parteien, insbesondere in Deutschland. Ihre Quelleneditionen, Einzeldarstellungen und Handbücher – insgesamt rund 300 Veröffentlichungen – gelten als Standardwerke zur Geschichte der parlamentarischen Demokratie in Deutschland seit dem frühen 19. Jahrhundert.

Die KGParl ist eine unabhängige wissenschaftliche Einrichtung, die vom Deutschen Bundestag institutionell gefördert wird. Ihre Mitglieder sind renommierte Universitätsprofessorinnen und -professoren verschiedener Fachrichtungen, insbesondere der Geschichts-, Politik- und Rechtswissenschaft. Zudem gehören dem Gremium der jeweilige Direktor beim Deutschen Bundestag sowie der Präsident des Bundesarchivs an. Die Mitgliederversammlung bildet eine unabhängige Forschungssozietät in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins. Im Plenum, das einmal jährlich tagt, entscheidet sie über das Forschungsprogramm und einzelne Forschungsvorhaben der Kommission.

Neben ihren klassischen Quelleneditionen – wie zum Beispiel der Herausgabe der Sitzungsprotokolle der im Bundestag vertretenen Fraktionen oder der Dokumentation der Arbeit des Auswärtigen Ausschusses – hat sich die Kommission neue programmatische Ziele gesetzt. Gegenwärtig konzentriert sie ihre Forschungen auf drei Themenbereiche: Untersucht wird (1.) das Verhältnis von Parlamenten, Medien und Öffentlichkeit im 19. und 20. Jahrhundert; (2.) geht es um die Transformation der Volkskammer der DDR in ein frei gewähltes Parlament, und (3.) vergleicht sie die Entwicklung des Parlamentarismus und der parlamentarischen Kultur(en) in Europa. Diese Forschungsprojekte werden durch die wissenschaftlichen Mitarbeiter in der Forschungsstelle der KGParl am Schiffbauerdamm in Berlin in eigener Verantwortung durchgeführt.

Neben der Veröffentlichung ihrer Forschungsergebnisse in Buchform ist es das Ziel der KGParl, ihre Aktivitäten und Erkenntnisse auf Tagungen und Workshops mit einem interessierten Publikum sowie insbesondere der internationalen Fachöffentlichkeit zu teilen. Sie kooperiert mit Instituten und Forschern in Deutschland und Europa. Besonders hervorzuheben ist dabei der Verbund, der sich unter Federführung des Montesquieu Institute in Den Haag zum »European Information and Research Network on Parliamentary History« zusammengeschlossen hat (www.euparl.net).