KOMMISSION FÜR GESCHICHTE DES PARLAMENTARISMUS UND DER POLITISCHEN PARTEIEN E.V.
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Dienstag, 18. Dezember 2007 KGParl Logo

Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien

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Der Auswärtige Ausschuss des Deutschen Bundestages 1969–1972: Einblicke in die parlamentarische Auseinandersetzung über die neue Ostpolitik

Die Jahre von 1969 bis 1972 stellen in der Rückschau eine der dramatischsten Phasen in der Geschichte der Bundesrepublik dar. Das Ringen um die von Willy Brandt und Walter Scheel eingeleitete neue Ostpolitik bedeutete für Politik und Öffentlichkeit eine Zerreißprobe. Der Auswärtige Ausschuss, dessen Protokolle für die 6. Wahlperiode die KGParl nun in der bewährten Editionsreihe vorlegt, war dabei in einer zentralen Position – als wesentliches Forum der internen argumentativen wie auch polemischen Auseinandersetzung zwischen der SPD/FDP-Koalition und CSU/CSU-Opposition. Die Neubewertung der deutschen Frage und des Umgangs mit der DDR sowie die Grenzregelung mit Polen trafen bei den Vertretern der Union im Ausschuss, etwa dem CSU-Sprecher Karl Theodor Freiherrn zu Guttenberg, dem Berlinexperten Franz Amrehn oder dem Vertriebenfunktionär Herbert Czaja, auf schärfste Bedenken. Unterstützt von Parlamentariern wie dem SPD-Ausschussobmann Kurt Mattick warben Kanzler und Außenminister sowie der Architekt der Ostpolitik, Staatssekretär Egon Bahr, dagegen eindringlich darum, im Zuge des weltweiten Entspannungskurses die Außenpolitik der Bundesrepublik auf neue Gleise zu lenken.

Eng mit der Ostpolitik verknüpft waren die Themen einer europäischen Sicherheitskonferenz sowie eines ausgewogenen Truppenrückzugs in Europa. Daneben standen wie immer europäische Fragen, besonders die Erweiterung der Europäischen Gemeinschaft, sowie die Krise des Weltwährungssystems auf der Tagesordnung des Ausschusses.

Neuerscheinung der Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien im Droste Verlag

Auswärtiger Ausschuss 1969-1972

Der Auswärtige Ausschuß des Deutschen Bundestages. Sitzungsprotokolle 1969–1972.
Eingeleitet von Wolfgang Hölscher. Bearbeitet von Wolfgang Hölscher und Joachim Wintzer unter Mitwirkung von Benedikt Wintgens, Stephanie Urbach und Gaby Sonnabend.
Quellen zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien, Vierte Reihe, Bd. 13/VI.
CLXIV, 1783 Seiten, mit einer digitalen Fassung der Protokolle auf CD-ROM, 180,– €.
ISBN 978-3-7700-5285-1

Internetbestellung: Droste Verlag

 

 

 

 


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