KOMMISSION FÜR GESCHICHTE DES PARLAMENTARISMUS UND DER POLITISCHEN PARTEIEN E.V.
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Mittwoch, 10. Dezember 2008 KGParl Logo

Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien

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Neuerscheinung: Dieter Düding »Parlamentarismus in Nordrhein-Westfalen 1946–1980«

In der breit angelegten geschichtswissenschaftlichen Studie wird auf der Basis einer Fülle archivalischer und publizistischer Quellen erstmals der Landesparlamentarismus zwischen 1946 und 1980 umfassend dargestellt. Der Verfasser entwirft ein differenziertes Bild der ersten 35 Jahre des nordrhein-westfälischen Parlamentarismus und erweitert so den Kenntnisstand über die politische Geschichte des größten Bundeslandes der alten westdeutschen Republik. Eine vergleichbar anspruchsvolle Darstellung der parlamentarischen Geschichte eines Landes der Bundesrepublik liegt bisher nicht vor.

Von erheblicher wissenschaftlicher Relevanz ist die Studie vor allem deshalb, weil sie tiefere Einblicke als jemals zuvor in die zentralen landespolitischen Streitfragen gewährt. Dabei werden an einer Vielzahl konkreter parlamentarischer Aktivitäten vor allem im Rahmen von Gesetzgebungsverfahren die unterschiedlichen Arbeitsweisen des Landtags deutlich. Einen weiteren Schwerpunkt der Untersuchung stellen die »Parteien im Landtag«, also die Fraktionen, als unbestrittene Hauptträger der politischen Willensbildung in einem modernen Parlament dar. Die Politik der fünf Fraktionen von CDU, SPD, KPD, Zentrum und FDP im frühen NRW-Parlament und deren Verhältnis zueinander werden in dem Buch ebenso eingehend analysiert wie die Ursachen des Wandels vom Fünfparteien-Parlament in einen Dreiparteien-Landtag im Laufe der 1950er Jahre bis zur Ausprägung eines Zweiparteien-Parlaments nach der Landtagswahl 1980.

Außerdem wird ein besonderer Akzent auf die Untersuchung des parlamentarischen Personals gelegt. Die Forschungsarbeit gelangt zu dem Ergebnis, dass die spezifische Eigenart und Lebendigkeit des Parlamentarismus in Nordrhein-Westfalen durch herausragende Politikerpersönlichkeiten zum Tragen kommen: so z.B. in den Jahren 1946–1949 durch die Persönlichkeit des Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion Konrad Adenauer. Die Studie kann für sich in Anspruch nehmen, erstmals ein scharfes Bild vom vielschichtigen Wirken Adenauers als Landesparlamentarier zu zeichnen.

Grundsätzliche Bedeutung für die Parlamentarismus-Forschung erhält die Studie dadurch, dass sie über den landeshistorischen Horizont hinaus das enge Verhältnis von Bundespolitik und NRW-Landespolitik beleuchtet. Aufgrund des ständigen Blicks auf die Wechselwirkungen dieser beiden Ebenen ist sie auch ein wichtiger Beitrag zur politischen Geschichte der Bundesrepublik.

Neuerscheinung der Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien im Droste Verlag


Dieter Düding:
Parlamentarismus in Nordrhein-Westfalen. Vom Fünfparteien- zum Zweiparteienlandtag.

(Handbuch der Geschichte des deutschen Parlamentarismus)

824 Seiten, 88,– €.
ISBN 978-3-7700-5290-5

Internetbestellung: Droste Verlag

 

 

 

 

 


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