»Bismarcks Reichstag« – Eine Ausstellung zu den Anfängen der journalistischen Parlamentsfotografie
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| Kontakt: Dr. Andreas Biefang |
Aus Anlaß ihres 50. Geburtstags im Mai 2002 hat die KGParl die Fotoausstellung »Bismarcks Reichstag. Das Parlament in der Leipziger Straße. Fotografiert von Julius Braatz« erarbeitet. Gezeigt werden rund hundert Bilder, die der Berliner Fotograf Julius Braatz 1889 im Reichstagsgebäude angefertigt hat. Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert und wurde bislang in siebzehn Städten gezeigt. Ausstellungsorte sind Parlamente, historische Museen und Archive.
Zu der Ausstellung liegt ein wissenschaftliches Begleitbuch vor, in dem Andreas Biefang den Lebenslauf von Julius Braatz rekonstruiert, die historische Einordnung seines fotografischen Werkes vornimmt und eine Analyse seiner Bildsprache versucht. Der Text enthält weitere unveröffentliche Fotografien von Julius Braatz und zusätzliches, wenig bekanntes Bildmaterial.
Begleitbuch: Andreas Biefang, Bismarcks Reichstag. Das Parlament in der Leipziger Straße. Fotografiert von Julius Braatz, 320 Seiten, 192 Abb. im Text, 158 ganzseitige Bildtafeln, Düsseldorf 2002.
Die Ausstellung kann von weiteren Institutionen übernommen werden. Anfragen sind zu richten an: biefang@kgparl.de
Informationen zur Ausstellung
Im September 1999 nahm der Deutsche Bundestag seine parlamentarische Arbeit in dem von Sir Norman Foster erneuerten Reichstagsgebäude in Berlin auf. Der Wallot-Bau bezeichnet den zentralen Ort deutscher Parlamentsgeschichte bis zum Ende der Weimarer Republik. Viele Parlamentarier des Kaiserreichs haben das Gebäude jedoch nie betreten: 23 Jahre lang tagte der Reichstag in der Leipziger Straße 4. Dieses »Provisorium«, nach dem Neubau Wallots abgerissen, war Schauplatz leidenschaftlicher politischer Debatten, die mit Namen wie Lasker, Richter, Windthorst, Bebel und Bismarck verbunden sind.
Die Ausstellung und das wissenschaftliche Begleitbuch sind dem Reichstag in der Leipziger Straße gewidmet. Im Mittelpunkt stehen 158 überwiegend unbekannte Aufnahmen, die der Berliner »Hof-Photograph« Julius Braatz im April und Mai 1889 im Reichstagsgebäude angefertigt hat. Als Pionier des neuen Mediums erhielt Braatz Zutritt zu den Abgeordneten, die er mit der Kamera im Foyer und im Plenum fotografierte. Seine Aufnahmen – die ersten reportageähnlichen Lichtbilder aus einem Parlament überhaupt – vermitteln einen einzigartigen Einblick in das Innenleben des Reichstags. Bei den Fotografien von Julius Braatz handelt es sich um die bedeutendste Bildquelle zur parlamentarischen Kultur der Bismarckzeit, die mit diesem Band ins Gedächtnis gerufen wird.
Stationen der Ausstellung
Nächster Ausstellungsort:
(zur Zeit in Planung)
Bisherige Stationen der Ausstellung
– Berlin, Deutscher Bundestag/Paul-Löbe-Haus: 13. Mai bis 28. Juni 2002
– Friedrichsruh, Otto-von-Bismarck-Stiftung: 25. September bis 1. Dezember 2002
– Krefeld, Museum Burg Linn: 2. Februar bis 6. März 2003
– Lingen/Ems, Ludwig-Windthorst-Akademie: 14. März bis 7. Mai 2003
– Erfurt, Thüringer Landtag/Augustinerkloster: 26. August bis 19. Oktober 2003
– Koblenz, Bundesarchiv: 6. November 2003 bis 9. Januar 2004
– Heidelberg, Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte: 27. Januar bis 29. Februar 2004
– Dresden, Sächsischer Landtag: 17. März bis 7. April 2004
– Bonn, Stadtmuseum: 18. April bis 30. Mai 2004
– Magdeburg, Sachsen-Anhaltinischer Landtag: 9. Juni bis 1. September 2004
– Dessau, Landeshauptarchiv/Museum Wasserturm: 20. September bis 26. November 2004
– Mainz, Rheinland-Pfälzischer Landtag: 8. Dezember 2004 bis 3. Januar 2005
– Bad Kissingen, Bismarck-Museum: 15. April bis 15. September 2005
– Sigmaringen, Staatsarchiv: 20. Juni bis 26. Oktober 2007
– Schleswig, Landesarchiv Schleswig-Holstein: 29. November 2007 bis 21. März 2008
– Wesel, Preußen-Museum Nordrhein-Westfalen: 1. Mai bis 15. Juni 2008
– Schönhausen/Elbe, Otto-von-Bismarck-Stiftung: 8. Februar bis 12. Mai 2009

