KOMMISSION FÜR GESCHICHTE DES PARLAMENTARISMUS UND DER POLITISCHEN PARTEIEN E.V.
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»Bismarcks Reichstag« – Eine Ausstellung zu den Anfängen der journalistischen Parlamentsfotografie

 

fotoausstellung bismarcks reichstag
Kontakt: Dr. Andreas Biefang

Aus Anlaß ihres 50. Geburtstags im Mai 2002 hat die KGParl die Fotoausstellung »Bismarcks Reichstag. Das Parlament in der Leipziger Straße. Fotografiert von Julius Braatz« erarbeitet. Im Mittelpunkt standen rund hundert, überwiegend unbekannte Aufnahmen, die der Berliner Fotograf Julius Braatz im April und Mai 1889 im Reichstagsgebäude angefertigt hat. Als Pionier der dokumentarischen Fotografie hatte Braatz Zutritt zu den Abgeordneten erhalten, die er mit der Kamera im Foyer und im Plenum fotografierte. Seine Aufnahmen können als die ersten reportageähnlichen Lichtbilder aus einem Parlament überhaupt gelten. Sie vermitteln nicht nur einen einzigartigen Einblick in den parlamentarischen Alltag der Abgeordneten, sondern sie dokumentieren zugleich das Innere des provisorischen Reichstagsgebäudes, das in der Erinnerung ganz hinter den 1894 bezogenen Wallot-Bau zurückgetreten ist. Bei den Bildern von Braatz handelt es sich zweifellos um die bedeutendste fotografische Quelle zur parlamentarischen Kultur der Bismarckzeit.

Die Ausstellung wurde als Wanderausstellung konzipiert und ist in siebzehn Städten gezeigt worden. Ausstellungsorte waren Parlamente, historische Museen und Archive. Zu der Ausstellung liegt ein wissenschaftliches Begleitbuch vor, in dem Andreas Biefang den Lebenslauf von Julius Braatz rekonstruiert, die historische Einordnung seines fotografischen Werkes vornimmt und eine Analyse seiner Bildsprache versucht. Der Text enthält weitere unveröffentliche Fotografien von Julius Braatz und zusätzliches, wenig bekanntes Bildmaterial.

Begleitbuch: Andreas Biefang, Bismarcks Reichstag. Das Parlament in der Leipziger Straße. Fotografiert von Julius Braatz, 320 Seiten, 192 Abb. im Text, 158 ganzseitige Bildtafeln, Düsseldorf 2002.

 


Stationen der Ausstellung

fotoausstellung bismarcks reichstagDie Ausstellung befindet sich seit Juni 2010 als Dauerleihgabe in der Außenstelle der Otto-von-Bismarck-Stiftung in Schönhausen/Elbe.





 



Vorherige Stationen der Ausstellung

– Berlin, Deutscher Bundestag/Paul-Löbe-Haus: 13. Mai bis 28. Juni 2002
– Friedrichsruh, Otto-von-Bismarck-Stiftung: 25. September bis 1. Dezember 2002
– Krefeld, Museum Burg Linn: 2. Februar bis 6. März 2003
– Lingen/Ems, Ludwig-Windthorst-Akademie: 14. März bis 7. Mai 2003
– Erfurt, Thüringer Landtag/Augustinerkloster: 26. August bis 19. Oktober 2003
– Koblenz, Bundesarchiv: 6. November 2003 bis 9. Januar 2004
– Heidelberg, Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte: 27. Januar bis 29. Februar 2004
– Dresden, Sächsischer Landtag: 17. März bis 7. April 2004
– Bonn, Stadtmuseum: 18. April bis 30. Mai 2004
– Magdeburg, Sachsen-Anhaltinischer Landtag: 9. Juni bis 1. September 2004
– Dessau, Landeshauptarchiv/Museum Wasserturm: 20. September bis 26. November 2004
– Mainz, Rheinland-Pfälzischer Landtag: 8. Dezember 2004 bis 3. Januar 2005
– Bad Kissingen, Bismarck-Museum: 15. April bis 15. September 2005
– Sigmaringen, Staatsarchiv: 20. Juni bis 26. Oktober 2007
– Schleswig, Landesarchiv Schleswig-Holstein: 29. November 2007 bis 21. März 2008
– Wesel, Preußen-Museum Nordrhein-Westfalen: 1. Mai bis 15. Juni 2008
– Schönhausen/Elbe, Otto-von-Bismarck-Stiftung: 8. Februar bis 12. Mai 2009